Ein neues Kapitel aufgeschlagen

Westerwald Bank eröffnet hochmoderne Geschäftsstelle in Dierdorf

Bis ins Jahr 1862 reicht die Geschichte der Westerwald Bank am Standort Dierdorf zurück. Und damit bis in jene Zeit, als die Genossenschaftsidee im Westerwald durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen ihren Ausgang nahm. Nun hat die Westerwald Bank ein neues Kapitel aufgeschlagen und an der Königsberger Straße im Gewerbegebiet Märkerwald ihre neue Filiale eröffnet. Rund 200 Gäste waren gekommen, Vertreter aus der Genossenschaftswelt, am Bau beteiligte Handwerker und Dienstleister, Nachbarn, Vertreter aus Politik und Verwaltungen, Kunden und Mitglieder.

Regionalität und Nachhaltigkeit

Ihnen präsentierte sich am Freitagabend eine Bankfiliale neuen Typs, die den Megatrends Digitalisierung und Demografie gerecht wird. Es sei eine Filiale entstanden, die Vergleichbares suche in der Region und darüber hinaus, sagte Bankvorstand Dr. Ralf Kölbach. Und das hat einen guten Grund: Ähnlich wie bereits bei der Zukunftsfiliale der Westerwald Bank in Bad Marienberg wirkten auch hier Verbundpartner aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe bei der Konzeption mit. In diesem Fall waren es die DZ Privatbank und erneut der DG-Verlag. Lichtdurchflutet, barrierefrei und mit zukunftsweisender Gebäude- und Banktechnik agiert die Westerwald Bank hier auf rund 430 Quadratmetern Nutzfläche im Erdgeschoss, das Obergeschoss mit rund 330 Quadratmetern wird vermietet. Dazu gehört ein neues Raumkonzept, eine neue Beratungssituation, eine Lounge mit Kunden-Tablet, ein Familien-Beratungszimmer mit zeitgemäßer Kinder-Spielecke, Fotomotive aus der Region, modernste Technik. Echtholz-Elemente stehen nicht nur für die Region, sondern auch für Nachhaltigkeit. Energetisch –eine Fotovoltaikanlage ist eingebaut – und technisch ist die Filiale ohnehin auf dem neuesten Stand: Es gibt Geldeinzahl- und Ausgabeautomaten sowie einen Münzrollengeber, die von 5 bis 23 Uhr nutzbar sind, zudem einen 24 Stunden verfügbaren Outdoor-Geldautomaten. Ebenfalls rund um die Uhr nutzbar ist die hochmoderne Schließfachanlage mit 750 Schließfächern. Und: Kunden können mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle auf Wunsch auch per Videoberatung kommunizieren, aber natürlich auch vor Ort. „Wir wollten eben keine Filiale von der Stange, sondern einen Ort, der genau hierher passt, hier in den Westerwald, hier nach Dierdorf, hier ins Gewerbegebiet Märkerwald“, so Kölbach.

„Wir glauben an die Filiale.“

Dort hat man Wohlfühlatmosphäre geschaffen, dem Ganzen einen kommunikativen Charakter und hohe Aufenthaltsqualität verschafft. Der moderne Schalterbereich mit 98-Zoll-Bildschirm lässt sich auch als Veranstaltungslocation nutzen. „Wir wollen und müssen als regionale Genossenschaftsbank heute in zwei Welten zuhause bzw. bei unseren Kunden sein: in der der Steine und in der der Bits und Bytes. Und an den Schnittstellen beider Welten natürlich ebenso. Deshalb haben wir das Modell der Bankfiliale, an die wir glauben, neu konzipiert“, so Kölbach bei der Eröffnung. In deren Rahmen spendeten die Pfarrer Patrique A. Koelmann und Thomas Corsten den neuen Räumen den kirchlichen Segen.

Da steckt Herzblut drin

Marktbereichsleiter Andreas Veith erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Genossenschaftsidee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, die auch im Westerwald ihren Ausgang nahm, dankte dem Dierdorfer Team für das Engagement in den letzten Wochen und unterstrich mit Blick auf die neue Filiale: „Hier stecken eine Menge Herzblut und Heimat drin!“ Für den DG-Verlag erläuterte Vorstandsmitglied Mark Wülfinghoff die Bedeutung der Filiale in der Königsberger Straße, für die DZ Privatbank, die hier ebenfalls präsent sein wird, waren Alexander von Gilsa, Niederlassungsleiter Frankfurt und Leipzig und Thomas Knackstedt, Vertriebsdirektor, nach Dierdorf gekommen. Die Architekten Gunther von Wolff von der 3X Banktechnik GmbH im baden-württembergischen Heiningen und Elmar Wegenaer vom DG-Verlag erinnerten bei der Schlüsselübergabe an die Entstehung der Filial-Ausstattung und den Anspruch, die Meinung von Kunden und Mitarbeitern dabei zu berücksichtigen. Bürgermeister Horst Rasbach unterstrich die regionale Bedeutung der Westerwald Bank und der Regionalbanken insgesamt.

Traditioneller Standort

Der Standort Dierdorf hat eine lange genossenschaftliche Tradition: Bereits 1862 entstand der Darlehenskassenverein für die obere Grafschaft Wied, 1868 wurde daraus der Spar- und Darlehnskassenverein Dierdorf. Und in den folgenden gut 100 Jahren wuchs ein Unternehmen, das 1977 als Raiffeisenbank Dierdorf in der Raiffeisenbank Westerwald aufging und dann schließlich über weitere Fusionen unter dem Dach der heutigen Westerwald Bank mündete. Zum Team um Marktbereichsleiter Andreas Veith gehören insgesamt 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Impressionen rund um die Filialeröffnung: