Graffiti-Kurs für Gehlerter Jugend

Workshop des SV Gehlert mit Künstler Semor

Auch wenn Autobahnbrücken, Hauswände, Denkmäler, ganze Züge meist illegal zu überdimensionalen Graffiti-Leinwänden werden, sind Graffiti-Künstler keine Schmierfinken und ihre Kunst keine Schmiererei. Das haben 20 Kinder und Jugendliche auf Einladung des SV Gehlert bei einem Workshop mit dem Graffiti-Künstler Semor - alias Kai Niederhausen - gelernt.

In einem halbtägigen Kreativkurs hat er den Kindern zunächst theoretisches Rüstzeug für das fantasievolle Arbeiten mit Graffiti-Farben vermittelt, bevor man gemeinsam zur Tat schritt: Alle Teilnehmer haben so ein eigenes Graffiti-Bild geschaffen. Die Proportionen von Buchstaben auf eine feststehende Fläche zu übertragen, war dabei zu Beginn alles andere als einfach für den einen oder anderen. Semor erläuterte daher auch praktische Kniffe, gab Informationen zu verschiedenen Lackarten und Sprühkopfsystemen, berichtete über illegales Sprühen und die Möglichkeiten, legal signifikante Locations mit Graffiti (“Writing“) zu gestalten. Der 32-Jährige aus Hamm an der Sieg hat die Kunst zu seinem Beruf gemacht, bereits zahlreiche Ausstellungen - unter anderem in New York - bestritten.

Finanziert hat den Workshop die Westerwald Bank. „Uns geht es immer darum, die Kinder- und Jugendarbeit in der Region zu fördern. Wenn wir das mit einem renommierten Künstler aus der Region tun und die Kreativität der Teilnehmer fördern können, ist das umso besser“, unterstrich Stephan Zorn, Marktbereichsleiter der Westerwald Bank in Hachenburg. Für Ortsbürgermeister Paul Kunz und Hans-Werner Rörig, den Vorsitzenden des SV Gehlert, war die Aktion mit Semor „ein voller Erfolg und ein Höhepunkt für die Jugendarbeit in der Ortsgemeinde.“ Der SV Gehlert betreibt seit Jahren den von der Gemeinde gestellten Jugendtreff im ehemaligen Feuerwehrhaus, wo Semor zum Abschluss des Workshops eine Wand neu gestaltete.